Stress im Alltag? Leistungsdruck im Job? Ausgebrannt? Selbstzweifel? Aus der Balance?





Kommt dir das bekannt vor?

Ich denke die meisten von uns haben zu irgendeinem Zeitpunkt in ihrem Leben einmal das Gefühl überfordert zu sein. Mit dem Haushalt, der Beziehung, dem Beruf oder noch schlimmer, allen gleichzeitig gerecht zu werden. Wir geben alles, versuchen den Erwartungen anderer gerecht, gute Leistungen zu bringen und vergessen dabei das Wichtigste: uns selbst!

Das schädigt auf lange Frist nicht nur unserem Körper sondern auch unserem Geist.


Stressreaktionen im Körper
Wenn wir unter Stress leiden reagiert unser Körper mit der Ausschüttung von Hormonen. Diese wird vom

Hypo­thalamus, der zentralen Schaltstelle im Gehirn gesteuert. Das Stresshormon Cortisol sorgt dafür, dass der Fett- und vor allem der Blutzuckerspiegel ansteigen und so Energiereserven mobilisiert wer­den. Die Hormone Noradrenalin und Adrenalin sorgen dafür, dass unser Blutdruck ansteigt, die Atmung beschleunigt wird und nicht unbedingt überlebens­wichtige Funk­ti­o­nen, wie Verdauung oder Fortpflanzung, unterdrückt werden. Der Körper bereitet sich auf Kampf oder Flucht vor.


Parasympathikus und Sympathikus

Dafür verantwortlich ist das vegetative Nervensystem, das auch als autonomes oder unwillkürliches Nervensystem bezeichnet wird, weil es nicht unserem Willen unterworfen ist. Das vegetative Nervensystem kontrolliert die Muskulatur unserer Organe. Das bedeutet, dass es alle lebenswichtigen Körperfunktionen wie Herztätigkeit, Atmung, Kreislauf, Stoffwechsel, Verdauung, Ausscheidung, Schweißbildung, Körpertemperatur und Fortpflanzung regelt. Das vegetative Nervensystem wird unterteilt in den Sympathikus und seinem Gegenspieler, den Parasympathikus. Der Sympathikus sorgt für eine Erhöhung des Blutdrucks, des Herzschlages und der Atemtätigkeit. Er regt auch die Durchblutung in der Muskulatur an und fördert das Schwitzen. Der Parasympathikus hingegen lässt das Herz langsamer schlagen, beruhigt die Atmung und fördert die Verdauung. In Stresssituationen dominiert der Sympathikus, um uns auf eine mögliche Gefahr vorzubereiten, wohingegen der Parasympathikus in Entspannungsphasen die Führung übernimmt.


Messen von Stress- die Herzfrequenzvariabilität

Die Analyse der Herzfrequenzvariabilität (HRV) gilt als geeignete Methode, um die Aktivität des autonomen Nervensystems im Zusammenhang mit Stress und Emotionen zu bestimmen. Sie spiegelt das Zusammenspiel von Sympathikus (SNS) und Parasympathikus (PNS) und gibt somit auch Auskunft über den vagalen Tonus des Herzens (Porges, 1995, von Borell et al., 2007). Die HRV basiert auf der Analyse normaler Schwankungen in den Zeitintervallen aufeinanderfolgender Herzschläge. Diese Intervalle nennt man auch Interbeat-Intervalle (IBI) oder RR-Intervalle.